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Fantasie für Klavier, Chor und Orchester (c-Moll) op. 80

Hörproben
Adagio (365 kB)
Finale. Allegro - Meno allegro (Allegretto) - Allegro molto - (365 kB)
Adagio ma non troppo - (365 kB)
Marcia assai vivace - Allegro - (365 kB)
Allegretto ma non troppo quasi andante con moto "Schmeichelnd hold und lieblich klingen" - (365 kB)
Presto (365 kB)

Entstehung
Genaue schriftliche Fixierung im Spätsommer/Herbst 1809
Maximilian Joseph I. König von Bayern gewidmet

Textdichter: Christoph Kuffner

Beethoven schrieb die Chorphantasie op. 80 unmittelbar vor deren Uraufführung als Schluß-Stück seiner großen Akademie am 22. Dezember 1808 im Theater an der Wien. Die Klavierphantasie, mit der das Werk beginnt, improvisierte er im Konzert frei (das war sozusagen die Pointe des Auftritts). In dem mammutartigen Konzert wurden neben der Chorphantasie auch die 5. und 6. Sinfonie uraufgeführt. Außerdem standen das 4. Klavierkonzert, die Arie "Ah perfido" op. 65 und Teile der Messe op. 86 auf dem Programm. Wahrscheinlich führte auch die erdrückende Länge des Programms dazu, dass Beethoven u.a. mit der Chorphantasie den GAU, den Albtraum eines jeden Dirigenten und Komponisten erlebte: er musste sie abbrechen und neu beginnen lassen. Einerseits war die Komposition als solche sehr "pünktlich" zum Konzert fertig geworden, so dass nicht viele Proben stattgefunden hatten. Wahrscheinlich waren wegen der knappen Zeit auch die Noten hastig und fehlerhaft geschrieben worden. Das Ergebnis im Konzert war jedenfalls, dass an einer Stelle einige Instrumente auseinandergerieten. Beethoven selbst berichtet dem Verlag Breitkopf & Härtel in Leipzig am 7. Januar 1809: "Hauptsächlich waren die Musiker aufgebracht, daß indem aus Achtlosigkeit bey der einfachsten plansten Sache von der Welt gefehlt worden war, ich plözlich stille ließ halten, und laut schrie[:] noch einmal" (BGA 350). (J.R.)

Musikhandschriften
Autograph, op. 80, Partitur der Singstimmen, Partitur, BH 67
Überprüfte Abschrift, Fragment, op. 80, Klavierstimme, NE 27

Erstausgaben
Erstausgabe, op. 80, Partitur, Breitkopf und Härtel, 7907, C 249 / 19,1
Titelauflage, op. 80, Stimmen, Breitkopf und Härtel, 1615, 1657, HCB C op. 80 = HCB C Md 16
Titelauflage, op. 80, Stimmen, Breitkopf und Härtel, 1615, 1657; Teilscan, C 80 / 7

Musikdrucke
Bibliographische Angaben im Katalog der Bibliothek

Schriftdokumente
Brief an Breitkopf & Härtel in Leipzig, Wien, 4. Februar 1810, HCB Br 85
Brief an Breitkopf & Härtel in Leipzig, Baden, 21. August 1810, HCB Br 88
Brief an Breitkopf & Härtel in Leipzig, Wien, 19. Februar 1811, HCB Br 93
Brief an Breitkopf und Härtel in Leipzig, Wien, vor dem 3. Mai 1811, BH 8
Brief an Breitkopf & Härtel in Leipzig, Wien, 6. Mai 1811, mit beigefügtem Fehlerverzeichnis, HCB BBr 9., - HCB Br 94
Brief an Breitkopf & Härtel in Leipzig, Wien, 20. Mai 1811, HCB Br 95
Brief an Breitkopf & Härtel in Leipzig, Wien, 9. Oktober 1811, HCB Br 97
Brief an Ferdinand Ries in London, Wien, 25. Februar 1823, HCB Br 200
Brief an Breitkopf und Härtel in Leipzig, Wien, 2. Juli 1810, HCB Br 322

Bilder
"Eine Symphonie". - Kupferstich von Julius Ernst nach dem Gemälde von Moritz von Schwind aus dem Jahr 1852, um 1856, B 2671

Literatur
Bibliographische Angaben im Katalog der Bibliothek

Handschriftliche Quellen in anderen Bibliotheken
Berlin: Staatsbibliothek zu Berlin Preußischer Kulturbesitz, Musikabteilung mit Mendelssohn-Archiv
Frankreich, Paris: Bibliothèque nationale de France, département Musique, MS-105
Österreich, Wien: Gesellschaft der Musikfreunde, Archiv, Bibliothek und Sammlungen

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