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Rudolph (1788-1831), Erzherzog von Österreich, seit 1819 Kardinal und Erzbischof von Olmütz - Anonyme Lithographie des 19. Jahrhunderts

Beethoven-Haus Bonn, B 499

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Wissenswertes
Erzherzog Rudolph von Österreich war der jüngste Sohn Kaiser Leopolds II. und der Bruder Kaiser Franz I. Im Jahr 1819 wurde er zum Kardinal und zum Erzbischof von Olmütz gewählt. Der Erzherzog war ein hervorragender Pianist. Er komponierte zuweilen auch selbst und verehrte die Musik Ludwig van Beethovens glühend. Viele Jahre lang war er sowohl ein enger Freund als auch der wichtigste Förderer des Komponisten.

Als Beethoven im Jahr 1809 die Stelle des Hofkapellmeisters in Kassel angeboten wurde, setzte Erzherzog Rudolph gemeinsam mit den Fürsten Kinsky und Lobkowitz eine jährliche Rente in Höhe von 4.000 fl. für den Komponisten aus, um diesen dazu zu bewegen, in Wien zu bleiben. Beethoven unterrichtete den Erzherzog im Klavierspiel und - als einzigen seiner Schüler - in der Kunst der Komposition. Im Jahr 1818 komponierte er für seinen Schüler ein Liedthema auf die Textworte "O Hoffnung, du stählst die Herzen, du milderst die Schmerzen" (WoO 200), über das der Erzherzog 40 Variationen schrieb. Als sich Beethoven am 1. Januar 1819 für die Übersendung dieser Komposition bedankte, bezeichnete er sie als "meisterhaft".

Beethoven widmete seinem hochgestellten Schüler und Gönner mehr seiner Werke als irgend jemandem sonst - unter anderem die Klavierkonzerte op. 58 und 73, die Klaviersonate "Les Adieux" op. 81 a, die "Hammerklaviersonate" op. 106 und das Trio B-Dur für Klavier, Violine und Violoncello op. 97. Zur feierlichen Einsetzung Erzherzog Rudolphs als Erzbischof von Olmütz im März 1820 komponierte Beethoven seine "Missa solemnis", die allerdings nicht rechtzeitig zur Aufführung bei der Zeremonie vollendet wurde. (S.B.)

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