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Graf Andreas Rasumowsky (1752-1836) - Fotografie eines Gemäldes von Ferdinand Waldmüller

Beethoven-Haus Bonn, B 168

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Wissenswertes
Der russische Graf Andreas Kirillovich Rasumowsky, der 1815 in den Fürstenstand erhoben wurde, war in diplomatischen Diensten für den Zaren tätig. Er war zunächst in den Jahren 1777-1779 bei der russischen Gesandtschaft in Wien beschäftigt. Im Jahr 1794 wurde er zum russischen Botschafter am österreichischen Hof ernannt. Seit 1788 war Rasumowsky mit Gräfin Elisabeth von Thun-Hohenstein (1764-1806), der Schwester der Fürstin Lichnowsky, verheiratet. Später lebte er vorübergehend in Italien und kehrte 1801 nach Wien zurück. Am 31. Dezember 1814 brach im Palais Rasumowsky ein verheerender Brand aus, durch den der Graf einen großen Teil seines enormen Vermögens verlor. Er lebte jedoch bis zu seinem Tod weiterhin zurückgezogen in Wien.

Der Graf war sehr kunst- und musikliebend, spielte selbst Geige, und war ein Verehrer und Förderer Ludwig van Beethovens. Von 1808 bis 1816 unterhielt er ein eigenes Streichquartett (mit gleichbleibender Besetzung), das von Beethovens Freund Ignaz Schuppanzigh (1776-1830) als erstem Geiger geleitet wurde, und in dem der Graf selbst hin und wieder als zweiter Geiger mitwirkte. Ein Hauptanliegen dieses Quartettes war die Aufführung kammermusikalischer Werke Beethovens.

Im Jahr 1808 widmete Beethoven dem Grafen die drei Streichquartette op. 59, die heute unter dem Titel "Rasumowsky-Quartette" bekannt sind. Auch Beethovens Fünfte Sinfonie op. 67 und seine Sechste Sinfonie op. 68 sind Rasumowsky (gemeinsam mit dem Fürsten Lobkowitz) zugeeignet. (S.B.)

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