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Ludwig van Beethoven, Skizzenblätter zur Klaviersonate op. 106, Autograph

Beethoven-Haus Bonn, Sammlung H. C. Bodmer, HCB Mh 93

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Wissenswertes
Charakteristisch für Beethovens Arbeitsweise

Das Doppelblatt erweckt den Eindruck, als hätte Beethoven sehr konzentriert darin gearbeitet. Die Skizzen sind schon in längeren Zusammenhängen geschrieben, sie stammen also schon aus einem späteren Stadium der Arbeit (zu Beginn sind die Notate immer wesentlich kleinteiliger und beinhalten eher Gedanken und musikalische Ideensplitter). Im "Eifer des Gefechts" verschmiert Beethoven Tinte - weil die Schreibfeder tropfte, oder weil er zu schnell mit der Hand über die noch nasse Schrift fuhr. Auch Beethovens Reflexionen über seine eigene Arbeit finden sich in diesem Doppelblatt. So klassifiziert er auf Bl. 2r einen Abschnitt als "Bestes Ende". Auf der ersten Seite macht er sich Notizen zu einer Fuge, in denen er sich auch Gedanken zum Einsatz der beteiligten Stimmen notiert "4te St:[imme] oder wieder erste St:". Und wie in vielen Skizzenblättern finden sich auch hier Bestandteile, die gar nichts mit dem aktuellen Werk zu tun haben. So machte sich Beethoven auf der letzten Seite Aufzeichnungen über unterschiedliche Stellungen von Septimenakkorden, die er auch bezifferte. Die Überschrift auf der ersten Seite ist leider so schlecht geschrieben, daß sie selbst für Fachleute nicht zu entziffern ist. "Ich muß fliehen vor den", schrieb Beethoven auf den oberen Rand, der Rest ist unleserlich. Vor wem? Vermutungen tun sich auf, die prächtig Material zu einem neuen Beethoven-Roman lieferten ... (J.R.)

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