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Drei Sonaten für Klavier (G-Dur, d-Moll, Es-Dur) op. 31

Hörproben
Nr. 1: 1. Allegro vivace (365 kB)
Nr. 1: 2. Adagio grazioso (365 kB)
Nr. 1: 3. Rondo. Allegretto (365 kB)
Nr. 2: 1. Largo - Allegro (365 kB)
Nr. 2: 2. Adagio (365 kB)
Nr. 2: 3. Allegretto (365 kB)
Nr. 3: 1. Allegro (365 kB)
Nr. 3: 2. Scherzo. Allegretto vivace (365 kB)
Nr. 3: 3. Menuetto. Moderato e grazioso (365 kB)
Nr. 3: 4. Presto con fuoco (365 kB)

Entstehung
Sommer 1802

Der Züricher Verleger Hans Georg Nägeli brachte eine Reihe mit Klaviermusik heraus, die er "Repertoire des Clavecinistes" nannte, und bestellte dafür bei Beethoven die drei Klaviersonaten. Beethoven sagte ihm zu, wusste aber nicht, dass sein Bruder Karl zur gleichen Zeit mit dem Verlag Breitkopf & Härtel in Leipzig wegen der Sonaten verhandelte. Es kam zwischen den Brüdern zu einem heftigen Streit. Ludwig hielt sein Wort und schickte die Werke nach Zürich, was er hinterher bitter bereute. Nägelis Ausgabe strotzte nur so von Fehlern. Außerdem hatte der Verleger sogar noch Takte dazu komponiert, was Beethoven eher zufällig bemerkte. Ferdinand Ries schildert die Begebenheit in seinen Biographischen Notizen: "Als die Korrektur ankam, fand ich Beethoven beim Schreiben. 'Spielen Sie die Sonaten einmal durch,' sagte er zu mir, wobei er am Schreibpult sitzen blieb. Es waren ungemein viele Fehler darin, wodurch Beethoven schon sehr ungeduldig wurde. Am Ende des ersten Allegros in der Sonate in G dur, hatte aber Nägeli sogar vier Takte hinein komponiert (…). Als ich diese spielte, sprang Beethoven wütend auf, kam herbei gerannt und stieß mich halb vom Klavier, schreiend: 'Wo steht das, zum Teufel?' – Sein Erstaunen und seinen Zorn kann man sich kaum denken, als er es so gedruckt sah." Beethoven war außerordentlich erbost über Nägeli. Er plante zunächst, in der Leipziger Allgemeinen musikalischen Zeitung eine Anzeige zu schalten, in der er auf die Fehler aufmerksam machen wollte. Dann entschied er sich aber dafür, bei Nikolaus Simrock in Bonn eine Neuausgabe der Sonaten drucken zu lassen, die den richtigen authentischen Notentext bringen sollte. Auf den Titel ließ er "édition très correcte" (sehr korrekte Ausgabe) hinzusetzen, um sie von der fehlerhaften abzugrenzen. (J.R.)

Erstausgaben
Originalausgabe, op. 31, 3, Nägeli, J. Van der Spek C op. 31 (a)
Originalausgabe, op. 31, 1-2, Nägeli, 5, HCB C Md 31
Originalausgabe, op. 31, 1-2, Nägeli, 5; Teilscan, J. Van der Spek C op. 31
Originalausgabe, op. 31, 3, Simrock, 345, HCB C op. 31 (c)
Originalausgabe, op. 31, 1, Simrock, 345, HCB C op. 31 (b)
Titelauflage, op. 31, 3, Nägeli; Teilscan, HCB C Md 32
Titelauflage, op. 31, 3, Nägeli; Teilscan, C 252 / 20,2
Titelauflage, op. 31, 2, Simrock, 345, HCB C op. 31 (d)
Frühdruck, op. 31, 1, Cappi, 1027, HCB C op. 31
Frühdruck, op. 31, 1-2, Simrock, 345; Teilscan, J. Van der Spek C op. 31 (b)

Musikdrucke
Bibliographische Angaben im Katalog der Bibliothek

Schriftdokumente
Brief an Breitkopf & Härtel in Leipzig, Wien, Ende Mai/Anfang Juni 1803, HCB Br 60
Brief an Breitkopf & Härtel in Leipzig, Wien, 21. Mai 1803, HCB Br 304
Brief an Nikolaus Simrock in Bonn, Wien, 25. Mai 1803, HCB Br 314
Brief an Josephine Deym, Wien, möglicherweise November 1804, HCB BBr 90

Bilder
Hans Georg Nägeli (1773-1836) - Lithographie der Firma Orell, Füssli & Cie. nach einer Zeichnung von Georg Balder, Mitte 19. Jahrhundert, B 1999
Beethovens Klaviersonate op. 31 Nr. 2, allegorische Darstellung - Reproduktion einer Radierung von Alois Kolb, erschienen in Leipzig, 1927, 1927, B 2472, 3b
Beethovens Klaviersonate op. 31 Nr. 2, allegorische Darstellung - Reproduktion einer Radierung von Alois Kolb, 1927, NE 81, Band VIII, Nr. 112

Literatur
Bibliographische Angaben im Katalog der Bibliothek

Handschriftliche Quellen in anderen Bibliotheken
Österreich, Wien: Gesellschaft der Musikfreunde, Archiv, Bibliothek und Sammlungen
Russland, Moskau: Gosudarstvennyj central'nyi muzej muzykal' noj kul'tury im. M. I. Glinki

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