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Ludwig van Beethoven - Elfenbeinminiatur, vielleicht von Violet Victoria Butler, gestaltet in Anlehnung an die Kreidezeichnung von August von Kloeber, mit Haarlocke

Beethoven-Haus Bonn, Sammlung H. C. Bodmer, HCB Mh 49

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Wissenswertes
Haarlocken berühmter Verstorbener waren im 19. Jahrhundert geschätzte Andenken. Oft faßte man sie in Schmuckstücke und bewahrte sie über Generationen hinweg auf. Auch Locken Beethovens waren bei den Freunden und Verehrern des Komponisten sehr begehrt. Nach Beethovens Tod kamen zahlreiche Besucher in die Wohnung des Verstorbenen, um ihm die letzte Ehre zu erweisen. Anscheinend nutzten viele von ihnen die Gelegenheit, vom Haupt des Toten eine Locke abzuschneiden. Denn Gerhard von Breuning, der Sohn von Beethovens Jugendfreund Stephan von Breuning, erzählt: "Am 29. März, als ich mit meinem Vater in die Trauerwohnung hinüber ging und einige Haare Beethovens abschneiden wollte - Vater hatte mir dies erst gegen Ende der Aufbahrung tun zu dürfen zugestanden, um das Aussehen [Beethovens] nicht früher zu verunstalten -, fanden wir, daß fremde Hände bereits alle abgeschnitten hatten." (Gerhard von Breuning: Aus dem Schwarzspanierhause, Erinnerungen an Ludwig van Beethoven aus meiner Jugendzeit. Wien 1874) (S.B.)

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