Erhaben, kurios oder modern

Beethoven-Denkmäler des 19. und 20. Jahrhunderts

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1900 - 1910

Beethoven-Monumente der Reformbewegung am Beginn des 20. Jahrhunderts

Max Klinger war nicht der einzige Künstler des frühen 20. Jahrhunderts, der seine Verehrung für Ludwig van Beethoven zum Ausdruck brachte. Vielmehr entstand in dieser Zeit eine ganze Reihe von Arbeiten, unter denen das Projekt des Reformkünstlers Fidus durch seine monumentale Konzeption besonders interessant ist.

Fidus war in allen seinen Aktivitäten von dem Wunsch erfüllt, die gesamte Lebens- und Weltanschauung der modernen Welt zu reformiern. Daher wollte er auch Alternativen zur Macht der etablierten abendländischen Kirchen und der christlichen Religion schaffen. Aus diesem Ansatz heraus entstanden verschiedene Entwürfe für Tempel, die herausragende Leistungen und Ideen der abendländischen Kultur verherrlichen sollten.

Fidus-Denkmal
Hugo Höppener, genannt Fidus: Entwurf für einen Beethoven-Tempel (1903)

In diesem Zusammenhang ist auch sein Entwurf für einen "Beethoven-Tempel" zu sehen. Der Komponist sollte durch einen überkuppelten Rundbau geehrt werden, in dessen Zentrum sein überdimensionales plastisches Portrait stehen sollte.

Schon im Jahr 1900 war der erste Entwurf für diese Plastik entstanden. Er zeigt ein Brustbild Beethovens, vor dem eine nackte weibliche Gestalt steht - vermutlicht die Verkörperung der menschlichen Seele.

Wie viele andere Projekte von Fidus, so blieb auch sein "Beethoven-Tempel" ein bloßer Entwurf - zu einem tatsächlichen Bau des Tempels kam es nicht.

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