Erhaben, kurios oder modern

Beethoven-Denkmäler des 19. und 20. Jahrhunderts

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1845 - 1900

Das Nachleben des Bonner Denkmalstypus

In der Gestaltung seines Beethoven-Monumentes für Bonn folgte Ernst Julius Hähnel einem Denkmalstyp, der im 19. Jahrhundert vor allem für die Ehrung von Künstlern und Wissenschaftlern aus Kreisen des Bürgertums sehr beliebt war. Dabei wurden die dargestellten Personen in der Regel stehend, oft in leichter Schrittstellung, auf einem in etwa quadratischen Sockel gezeigt, der mit Inschriften und Reliefs dekoriert war. Sie trugen zumeist die Kleidung ihrer Zeit und erhielten oft zusätzlich einen üppigen Mantel, der wie beim Bonner Beethoven-Denkmal dazu dienen sollte, die Figuren optisch zu vergrößern und monumentaler wirken zu lassen. Andere Beispiele für diese Art von Denkmälern sind das Denkmal für Jean Paul in Bayreuth (1841), das Goethe-Monument in Frankfurt (1844) oder das Herder-Denkmal in Weimar (1850).

Hähnel-Denkmal en face
Ernst Julius Hähnel: Beethoven-Denkmal auf dem Bonner Münsterplatz (1845)



Baur Denkmal Washington
Theodore Baur: Beethoven-Statue in der Library of Congress, Washington D.C. (2. Hälfte 19. Jahrhundert)

Diese Art der Darstellung war überall in Europa beliebt und lebte noch bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts fort. Sie wurde z.B. auch von dem deutsch-amerikanischen Bildhauer Theodore Bauer (1835-um 1902) aufgegriffen, als dieser die Beethoven-Statue für die Library of Congress in Washington D.C. schuf.

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